Motorola Xoom kann in Tests nicht überzeugen

Ab April soll das Motorola Xoom in Deutschland erhältlich sein. Die Fachzeitschriften durften schon jetzt testen – mit fast durchweg ernüchternden Ergebnissen.
Nach den langen Gerüchten um das neue Tablet von Motorola wurde es lange als das neue Flaggschiff unter den Android-Tablets und einem der stärksten Konkurrenten zum iPad 2 gehandelt.Die technischen Daten überzeugen schließlich:Das Tablet ist mit einem 1Ghz Dualcore-Prozessor ausgestattet, der Zugriff auf 1Gb RAM hat. Dazu kommen 32Gbyte Flash-Speicher, auf dem das neue Android 3.0 Honeycomb installiert ist.Rein technisch sollte das Xoom dem iPad 2 damit deutlich überlegen sein.

In den Tests konnte das Xoom die hohen Erwartungen aber nicht erfüllen; offenbar lässt sich kein Performance-Gewinn gegenüber alten Singlecore-Tablets mit älteren Android-Versionen feststellen. Dazu kommt Kritik am Interface der neuen Android-Version: Die Bedienung sei nicht überall verständlich und sorge immer wieder für Frustration. Von vielen wird die Software als unausgereift beschrieben. Die Akkulaufzeit von manchmal nur 2 Stunden wirkt schon fast jämmerlich im Gegensatz zum iPad, das 9 Stunden läuft.Angesichts des stolzen Preises von fast 700€ ist damit fraglich, ob sich das Xoom damit auf dem Tablet-Markt durchsetzen wird.

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Motorola veröffentlich Milestone-Update auf Android 2.2 Froyo

Fast ein Jahr nach der Veröffentlichung von Android 2.2 ist nun endlich das Update für Motorolas Milestone veröffentlicht worden. Wer nach der langen Entwicklungszeit ausgereifte Software erwartet hat, wird enttäuscht.
Chronik:
Im Mai 2010 stellte Google Version 2.2 “Froyo” seines Betriebssystems Android vor. Die neue Version brachte neben vielen neuen Features wie Tethering, App2SD und Flash-Support vor allem einen neuen JIT-Compiler mit, der für eine allgemeine Performance-Verbesserung von 400% sorgen sollte.
Das Milestone war damals das Flaggschiff von Motorola und stand für viele als Sinnbild für das Comeback des ehemaligen Handygiganten. Bald wurde auch klar, dass Adobe seinen Flash-Player nur für Froyo veröffentlichen würde. Das Milestone wurde von Motorola als “Flash-ready” beworben und so lag für viele Besitzer die Schlussfolgerung nahe: Das Milestone musste nach dem Update auf Android 2.1 auch ein Froyo-Update bekommen.
Nachdem lange Zeit unklar blieb, ob es ein solches Update geben würde, kündigte Motorola im August 2010 dann endlich offiziell an, bis Ende des dritten Quartals das Update zu veröffentlichen.
Der Veröffentlichungstermin wurde dann aber immer wieder verschoben: Erst auf “Ende 2010″, dann auf “Anfang 2011″, und schließlich auf “Ende des ersten Quartals 2011″. Motorola gab an, dass es sicherstellen wolle, ein “bestmögliches” Update zu liefern.
In den Internetforen und Blog-Kommentaren machte sich Unmut breit, kaum jemand zeigte Verständnis für die langen Verzögerungen.
Schließlich begann Mitte Februar ein geschlossener Beta-Test, bei dem Motorola Milestone-Besitzer zum Testen der Vorversion des Updates suchte.
Am 15.03.2011 war es dann soweit: Motorola Europe kündigte auf Facebook die Auslieferung des Updates an. Nach und nach erhielten die europäischen Länder das Update per PC-Software. Die Möglichkeit eines OTA-Updates (over-the-air, also direkt vom Handy aus) wurde nicht genutzt.
Das Update
Das Update bringt laut den Release Notes neben den genannten Neuerungen in Froyo auch einige Milestone-spezifische-Verbesserungen, darunter Geschwindigkeitsverbesserungen im Browser und Verbesserungen in der W-Lan-Verbindung.

Viele Besitzer hatten auf ein deutlich schnelleres Milestone gehofft, das zuvor noch an Rucklern und spontanen Neustarts gelitten hatte.Schon im Beta-Test klagten einige der aber Tester über eine Verschlechterung der Performance und Problemen mit der W-Lan- und UMTS-Verbindung. Wer gehofft hatte, dass Motorola die Betaphase zum Ausmerzen dieser Probleme nutzen würde, wurde enttäuscht: Das Update wurde nach dem Beta-Test unverändert veröffentlicht, keiner der von den Testern beklagten Fehlern wurde behoben.
Motorola selbst warnt vor möglichen “Beeinträchtigungen”, die die Performance betreffen und empfiehlt, nicht zu viele Anwendungen gleichzeitig zu öffnen. Es werde eine Downgrade-Option geben, mit der sich die Software wieder auf Android 2.1 zurücksetzen lasse. Bis jetzt ist davon auf den offiziellen Seiten aber noch nichts zu finden.
Die Nachfrage nach einem Froyo-Update war groß. Umso größer die Enttäuschung, dass das nun veröffentlichte Update die Erwartungen kaum erfüllt. Die lange Verzögerung lässt sich bei einem offenbar so unausgereiften Update nur schwer nachvollziehen.

 

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